Regionalität - Meisterliches Handwerk
Wir alle haben täglich die Wahl zwischen:
Meisterliches Handwerk oder anonyme Massenware
Regionale Lebensmittel oder globalisierte Importware
Lebensqualität im Ort oder Verkehrshölle auf den Straßen
Arbeitsplätze in der Region oder Regionen ohne Betriebe
Entscheiden wir uns für regionalen Genuss!
Es liegt an uns allen.
Es braucht eine aktive Partnerschaft zwischen regionalen Landwirten, meisterlichem Handwerk und bewussten Kunden. Damit schaffen wir nachhaltig Lebensqualität.
"Überschaubare Wege vom Rohstofflieferanten über den meisterlichen Verarbeiter bis auf den Teller stärken nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern stehen auch für mehr Lebensmittelsicherheit.
Die Zerstörung regionaler Strukturen bedeutet den Verlust von Lebensqualität in den Orten",
so Dr. Reinhard Kainz von der Lebensmittelakademie des österreichischen Gewerbes.
Diese Organisation besteht aus 50 Innungen der Lebensmittelgewerbe und legt seit einigen Jahren ihren Schwerpunkt auf das Thema Regionalität, meisterliches Handwerk und regionales Wirtschaften.
Wir haben als Konsumenten eine große Verantwortung!
Wir sind gefragt als aktiver Partner in der regionalen Wertschöpfungskette "landwirtschaftliche Rohstofflieferant – meisterliche Verarbeiter – Verbraucher" und haben täglich die Wahl uns aus Überzeugung für regionale Lebensmittel zu entscheiden", betont Dr. Paulus Stuller, Präsident der Lebensmittelakademie."
Wenn wir in unseren Orten auch in einigen Jahren noch Handwerker haben wollen, dann müssen wir jetzt bei ihnen einkaufen und ihre Dienstleistungen in Anspruch nehmen."
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Regionales Wirtschaften – Eine Chance für Lebensmittelunternehmen?
Praktisch, zukunftsorientiert, innovativ: Eine interdisziplinäre Studie von vier Universitäten Um konkret zu analysieren und praktische, zukunftsorientierte Lösungen auf breiter, interdisziplinärer Basis zu erhalten, liegen nun die interessanten Ergebnisse der Studie "
Regionales Wirtschaften. Eine Chance für LM- Unternehmen?" vor, ebenso wie die daraus abgeleiteten praktischen Handlungsstrategien und zukunftsorientierten Folgerungen.
Die Studie wurde mit Mitteln des BMWFJ, ELER-Mittel der EU, WKO, der AMA Marketing und der Volksbank ermöglicht.
Auszug der Studienergebnisse:
SIEBEN THESEN ZUR REGIONALITÄT ALS EINE NACHHALTIGE CHANCE FÜR LEBENSMITTELUNTERNEHMEN
Paulus Stuller, Reinhard Kainz und Heidrun BichlerRipfel
- THESE 1:
Die Entwicklung der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist über die Jahrhunderte ein progressiv, dynamischer Prozess von der Eigenversorgung über die gewerblichhandwerkliche Herstellung mit regionaler Vermarktung hin zur industriellen Fertigung in Verbindung mit dem überregionalen Lebensmittelhandel.
- THESE 2:
Der Begriff "Regionalität" ist reine Definitionssache; je nach Intention und Blickwinkel wird er anders interpretiert oder empfunden.
- THESE 3:
Regionalität ist ein wichtiges Verkaufsargument für den Vertrieb von Lebensmitteln außerhalb der Region.
- THESE 4:
Regionale Produkte sind ein wesentlicher Faktor zur Identitätsstiftung in
- THESE 5:
Die Beziehung der regionalen Bevölkerung zur Person des örtlichen Lebensmittelanbieters ist stärker als die Beziehung der regionalen Bevölkerung
- THESE 6:
Regionale Produkte schaffen Vertrauen. Die Herstellung in der Region ist
- THESE 7:
Genossenschaften sind eine bewährte Organisationsform regionaler Kooperationen zwischen einer größeren Anzahl von Unternehmen
Die gesamten Studienergebnisse stellen wir Ihnen hier zur Verfügung:
TEIL I: STUDIEN ZUR REGION OBERES KREMSTAL
1 ERNÄHRUNG UND LEBENSMITTELWIRTSCHAFT IN DER REGION AUS HISTORISCHER PERSPEKTIVE
o. Univ.Prof. Dr. Roman Sandgruber (Johannes Kepler Universität Linz, Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte),
2 DIE REGION IM SELBSTVERSTÄNDNIS DER BEWOHNER/INNEN
3 UNTERSUCHUNG DES EINKAUFSVERHALTENS DER REGION
Univ.Prof. Dr. Christian Korunka (Universität Wien, Fakultät für Psychologie),
a.o. Univ.Prof. Dr. Manfred Lueger (Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Soziologie und Empirische Sozialforschung),
a.o. Univ.Prof. Dr. Hermann Frank (Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für BWL der Klein- und Mittelbetriebe)
Viktoria Greiner (Diplomandin der Universität Wien, Fakultät für Psychologie)
TEIL II: GELEBTE REGIONALITÄT IN MARKETING UND ZUSAMMENARBEIT
4 POSITIONIERUNGSCHANCEN FÜR DAS REGIONALE LEBENSMITTELGEWERBE
Dr. Astin Malschinger (Austrian Marketing University of Applied Sciences – Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt),
Dr. Andrea Grimm (Austrian Marketing University of Applied Sciences – Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt, Produktmarketing, Innovationsmanagement)
5 GENOSSENSCHAFTEN ALS ZUKUNFTSMODELL FÜR REGIONEN
Prof. MMag. DDr. Hans Hofinger (Österreichischer Genossenschaftsverband)
7 SIEBEN THESEN ZUR REGIONALITÄT
Komm.Rat. Dr. Paulus Stuller (Wirtschaftskammer, Lebensmittelakademie des österreichischen Gewerbes)
Dr. Reinhard Kainz (Wirtschaftskammer, Lebensmittelakademie des österreichischen Gewerbes)
Dipl.Ing. Heidrun BichlerRipfel (Lebensmittelakademie des österreichischen Gewerbes)
Download eines Auszugs der Studie